PERSPEKTIVE PROZESSE UND SYSTEME

Neue Herausforderungen durch Megatrend der Digitalisierung

Bereits seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich die Logistik mit der dezentralen Steuerung von Materialflusssystemen, Supply Chains und Produktionsprogrammplanung. Ziel ist es, den Inbetriebnahme-Aufwand für eine breite Anwendung von Multi Agenten Systemen in der Praxis signifikant zu senken sowie die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungsfindungen auf ein für Menschen verständliches Abstraktionsniveau zu heben. Dazu ist es notwendig, interdisziplinär zu kooperieren und Lösungsansätze aus anderen Disziplinen bzw. Anwendungsdomänen zu adaptieren und in neue Methoden und Technologien zu überführen. 

Daneben befasst sich die Perspektive Prozesse und Systeme mit den Herausforderungen der Digitalisierung auf Geschäftsprozesse. Die Fähigkeit eines Unternehmens, die eigenen Geschäftsprozesse zu erfassen, zu dokumentieren, zu modellieren und ggf. auch automatisch auszuführen, ist seit vielen Jahren Bestandteil von Forschung und Technik. Der Megatrend der Digitalisierung stellt aber neue Herausforderungen an das Prozessmanagement. So können neue Produkte teilweise nicht ohne vollautomatische digitale Prozesse entwickelt werden. Die Fähigkeit zur automatischen Prozessausführung wird damit notwendig.

DIES SIND DIE RESEARCH CLANS IN DER PERSPEKTIVE PROZESSE UND SYSTEME

01 Multi Agenten Systeme

Debugging und Self-X Funktionen von verteilten und kooperierenden Systemen sind zwei der zentralen Herausforderungen, mit denen sich der Research Clan Multi Agenten Systeme befasst. Multi Agenten Systeme sind seit Jahren ein Teil der Forschungslandschaft, werden in einer Vielzahl von Themengebieten der Informatik betrachtet und in unterschiedlichen Anwendungsgebieten eingesetzt. Trotz aller Bemühungen sind bis heute nicht alle Frage- und Problemstellungen zufriedenstellend und hinreichend bearbeitet. Zentrale Punkte sind unter anderem die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungsfindungen und die Echtzeitvisualisierung aktueller Systemzustände sowie die eigenständige Konfiguration des dezentralen Systems bezogen auf das Hinzufügen neuer Komponenten und das autonome Reagieren auf neue Umgebungsbedingungen. Die genannten Eigenschaften werden Schlüsselfaktoren der zukünftigen dezentralen Steuerung von Materialflusssystemen und Supply Chains darstellen.

02 Digitale Prozesse

Geschäftsprozesse fokussieren sich heute und in Zukunft nicht mehr nur auf das eigene Unternehmen. Sie werden vielmehr unternehmensübergreifend und orientieren sich an der Supply Chain oder der Value Chain eines Produktes. Der breite Einsatz von Industrie 4.0-Technologie, z. B. Sensornetzwerke oder cyberphysische Systeme, erfordert eine tiefere Integration der Geschäftsprozesse in die operative Fertigung. Daten fallen hier in großen Mengen an und müssen echtzeitnah verarbeitet werden, um sich entsprechend auf Geschäftsprozesse auszuwirken. In vielen Bereichen werden Geschäftsprozessfragmente durch Standards oder gesetzliche Bestimmungen vorgegeben. Diese Prozessfragmente müssen sinnvoll verwaltet, geprüft und passend zum Einsatz gebracht werden. In diesem Spannungsfeld forscht der Research Clan Digitale Prozesse an den veränderten Anforderungen an digitale Prozesse, der effizienten Verwaltung digitaler Prozesse und der Entwicklung und Ausführung digitaler Prozesse.

03 Ansprechpartner

Moritz Roidl
Guru Perspektive Prozesse und Systeme 
+49 231 755 3092
moritz.roidl@tu-dortmund.de

Christian Blesing
Multi Agenten Systeme 
+49 231 9743 143
christian.blesing@iml.fraunhofer.de 

Yevgen Pikus 
Digitale Prozesse 
+49 231 97677 426
yevgen.pikus@isst.fraunhofer.de

ÜBER UNS

Das Leistungszentrum Logistik und IT ist eine Initiative der Fraunhofer-Gesellschaft und wird mit Mitteln der Fraunhofer-Gesellschaft und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Industrie unterstützt das Leistungszentrum durch die Beteiligung an einzelnen Forschungsprojekten. Ziel ist es, das am Standort Dortmund existierende Forschungs- und Entwicklungszentrum für Logistik und IT mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft zu einem weltweit führenden Zentrum auszubauen.

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